Rund um Kapstadt - Teil 2

Der Chapman’s Peak Drive liegt nun hinter uns, doch das macht die Straße nicht weniger spektakulär! Nach einer Kurve erhebt sich eine gewaltige Felswand vor uns: die „Twelve Apostles“. Sie bilden die westliche Begrenzung des Tafelbergs und gehören zum Table Mountain National Park. Dem Namen zum Trotz sind es allerdings 18 Bergkuppen, die sich entlang des Rands erstrecken.

Während wir auf Hout Bay zufuhren, konnten wir eine Gruppe Surf-Anfänger beobachten, die vor felsiger Kulisse ihre ersten Schritte ins Wasser wagten.

Bei einem Spaziergang am Hafen kamen wir auch an Mr. Brown vorbei – einer Robbe, die seit vielen Jahren ihren Stammplatz auf dem Pier hat. Eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten von Hout Bay!

Nur wenige Kilometer weiter nördlich entlang der Küste gelangt man nach Camps Bay, neben Clifton die mit Abstand exklusivste (und teuerste) Wohngegend in Kapstadt. Der Strand und die vielen Restaurants locken neben Touristen auch zahlreiche Einheimische an – entsprechend quirlig geht es hier zu. Hier kann man lokale und internationale Berühmtheiten treffen – es ist DIE Location in Kapstadt.


Der nächste Tag war ein Samstag — da ist der Besuch der Old Biscuit Mill festes Programm für uns. Auf einem alten Fabrikgelände haben sich viele Boutiquen, Kunsthandwerksläden und Galerien angesiedelt.

Die größte Attraktion ist jedoch der Food Market, der nur samstags geöffnet ist und eine unglaubliche Vielfalt an Gerichten und Leckereien bietet: von gesunden Salaten über kalt gepresste lokale Olivenöle bis hin zu Gemüse, Seafood und Smoothies.…

… bis zu kalorienreichen Sättigungsbomben gibt es alles, was den hungrigen Besucher freut.

Den notwendigen Verdauungsspaziergang haben wir dann im Green Point Park gemacht - er liegt direkt neben dem Fußballstadion, das für die WM 2010 gebaut wurde.

Der Park lässt einen fast vergessen, dass man sich mitten in einer Millionenmetropole befindet – Naturlehrpfade, viel Wasser und weite Ausblicke. Hier trifft man überwiegend Einheimische; Touristen haben den Park noch nicht so richtig entdeckt.


Für den letzten Abend vor der Rückreise haben wir im „Pier“ einen Tisch reserviert. Es liegt tatsächlich direkt am Pier an der Waterfront und gilt als eines der besten Restaurants in Kapstadt. Das wollten wir nun selbst erleben und herausfinden, ob wir es entsprechend empfehlen können.

Gleich zu Beginn gab es einen Gruß aus der Küche, der so gut war, dass wir überzeugt waren, bereits das Highlight des Abends serviert bekommen zu haben. Doch da lagen wir grandios daneben.

Nicht nur war jedes Gericht besser als das vorherige, auch wurde an unserem Tisch immer wieder interaktiv für uns gekocht und erklärt.

Wir haben nicht jedes Gericht fotografiert, da wir zu sehr mit dem Genießen beschäftigt waren. Exemplarisch zeigen wir hier noch drei Bilder der Dessert-Gänge – jedes ein Gedicht.

Keine Frage: Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen, und wir können dieses Restaurant nur jedem ans Herz legen, der einmal spektakulär gut essen möchte!

Lothar Hoefle