Besuch in Stellenbosch
Stellenbosch ist eine Stadt, die uns immer wieder aufs Neue gefällt, und entsprechend oft besuchen wir sie. Sie ist quirlig, von Eichenalleen gesäumt und lädt mit ihren Einkaufsstraßen zum Bummeln ein. Die Auswahl an Restaurants ist überwältigend, und allein die Weingüter würden Dutzende Besuche erfordern, um sie alle zu erkunden.
Stellenbosch liegt rund 50 Kilometer östlich von Kapstadt, eingebettet in die Hügel und Weinberge der Winelands. Gegründet wurde die Stadt 1679 und ist damit die zweitälteste europäische Siedlung Südafrikas. Das historische Zentrum prägen weiß gekalkte Häuser im kapholländischen Stil, die Universität bringt Leben in die Straßen. Stellenbosch ist das Herz des südafrikanischen Weinbaus und berühmt für kräftige Rotweine, aber auch für hervorragende Weißweine.
Diesmal wohnten wir auf einem Weingut etwas außerhalb, sehr ruhig und mit grandiosem Ausblick.
Hier nun ein paar Eindrücke der Innenstadt mit ihren Straßencafés. Läden und schönen Häusern.
Immer wieder öffnen sich zwischen den Häusern kleine Durchgänge, die in ruhige, liebenswerte Innenhöfe führen. Hier lässt es sich aushalten!
Mitten in der Stadt liegt der kleine Botanische Garten, ein idealer Ort, um dem Trubel für eine Weile zu entkommen. Er wurde 1922 angelegt und ist der älteste Botanische Garten einer Universität in Südafrika. Auf überschaubarer Fläche zeigt er die Vielfalt der südafrikanischen Pflanzenwelt, von Fynbos und Sukkulenten über Palmfarne bis zu Gewächsen aus der Karoo und der Namib. Zu den Attraktionen zählt die Welwitschia, eine urtümliche Wüstenpflanze, die im Gewächshaus gedeiht und mehrere hundert Jahre alt werden kann. Schattige Wege, Teiche und kleine Wasserläufe laden zum Verweilen ein, und eine Stunde vergeht hier schnell.
Auch Bonsai-Liebhaber kommen auf ihre Kosten!
Das Gartencafé lädt mit Snacks und Getränken zu einer Pause ein. Man mag kaum glauben, dass man sich mitten in Stellenbosch befindet, denn von der Stadt ist weder etwas zu hören noch zu sehen.
Am Abend war es dann mit einem Snack nicht mehr getan. Wir hatten einen Tisch auf dem Weingut Tokara reserviert, das hoch über der Stadt an der Passstraße Helshoogte zwischen Stellenbosch und Franschhoek liegt. Gegründet wurde es 1994 von einem Bankier, der den Namen aus den Vornamen seiner Kinder Tokkie und Rara bildete. Schon am Eingang wurden wir von Kunst empfangen, denn Tokara verbindet Wein und Gastronomie mit einer Sammlung zeitgenössischer Skulpturen und Kunstwerke.
Auf dem Weg zum Restaurant ging es an der Kellerei vorbei, die sich modern und glitzernd präsentiert.
Im Restaurant selbst erwartet ein grandioser Blick über die Weinberge bis hinunter in die Stadt und zur Küste. Der Sonnenuntergang ist hier wirklich spektakulär!
Wir waren nicht nur von Kunst umgeben, sie wurde uns auch auf dem Teller serviert. Ein gelungener Abschluss eines wunderbaren Tages!
Vor der Abreise am nächsten Morgen haben wir noch das Spielzeugmuseum besucht. Das Stellenbosch Toy and Miniature Museum liegt im Zentrum der Stadt und zeigt auf überschaubarem Raum eine liebevoll zusammengetragene Sammlung historischer Spielzeuge: Puppen, Puppenhäuser, Teddybären, Zinnfiguren und Modelleisenbahnen. Besonders reizvoll sind die detailreichen Miniaturwelten, in denen man immer wieder Neues entdeckt. Für Kinder ist es ein Vergnügen, für Erwachsene eine Reise in die eigene Kindheit.